GKMKG – Einblicke in fünf Positionen

Hochschulgalerie

 

Anlässlich des Starts des Bachelorstudiums "Technische und Textile Gestaltung" für das Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung zeigt die Hochschulgalerie der PH Steiermark vom 15.10. – 15.11.2018 die Ausstellung "GKMKG – Einblicke in fünf Positionen".

Der Titel spiegelt den Vormarsch der Abkürzungen in unserem Sprachgebrauch. Nicht nur die Jugendsprache bedient sich zahlreicher Kürzel, auch in der Erwachsenenwelt werden Buchstabenkombinationen verwendet, die beim ersten Anblick keinen Sinn ergeben. In der Auseinandersetzung mit der Thematik wird des Rätsels Lösung gefunden.

Fünf Professorinnen und Professoren des Fachbereichs Werken der PHSt präsentieren eine Auswahl ihrer eigenen Werke und bieten so Einblicke in ihr künstlerisch-kreatives Schaffen.

  • Gerlinde Uhlir zeigt in ihren Fotografien das urzeitliche Chaos der Wälder des Regenwaldes als unbändigen immergrünen Zustand.
  • Karin Gollowitsch experimentiert in ihren Objekten mit Materialien und textilen Techniken, die sie aus ihrem traditionellen Kontext löst.
  • Marion Starzacher fängt in ihren fast schon malerischen Fotografien architektonische, dramatische und naturbezogene Situationen im Raum ein.
  • Klaus August Baumgartner spinnt in seinen Arbeiten aus seinem Bilderzyklus "Gestalten" den evolutionären Gestaltwandel feinsinnig fort - aus Menschengestalt wird Tiergestalt und umgekehrt.
  • Gert Hasenhütl stellt seine Tätigkeiten als Designer für die Firma EOOS dar, in die er neben gestalterischen Prinzipien auch philosophische Ansätze miteinbezogen hat.

Bei der künstlerischen Erarbeitung einer Idee wird selten die erste Idee sofort auf das Bild oder das Material übertragen. Durch den Arbeitsprozess wird ein Werk immer wieder hinterfragt und in einem offenen Prozess des Gestaltens erarbeitet. Die Bereitschaft, Dinge und Statements in Frage zu stellen, Arbeiten zu hinterfragen, wollen die Künstlerinnen und Künstler auch beim Rezipienten anstiften. Um ein Kunstwerk verstehen zu können, benötigt es neugierige, forschende Blicke und Fragen, das Einnehmen anderer Positionen und Standpunkte, die möglichst keine fertigen Antworten verlangen, sondern neue Perspektiven und Fragen aufwerfen.

Diese Grundidee wird auch im neuen Studium Technische und Textile Gestaltung verfolgt. Die Studierenden erhalten Input in die Bereiche Körper, Raum und Technik und lernen unterschiedlichste Materialien und Techniken anzuwenden. Experimente, kleine Forschungs- sowie konzeptionelle Aufgaben sollen anregen, eigene Ideen zu entwickeln, diese umzusetzen und auch kritisch zu reflektieren. Im Laufe ihres Studiums werden sie ihr eigenes authentisches Vorgehen und ihre eigene gestalterische Intention und Sprache finden. Nicht jede Idee lässt sich laut eigener Vorstellung umsetzen, nicht jedes Material eignet sich für jede Technik oder für jedes Design. Die Planung und Gestaltung eines Werks entsteht selten beim ersten Mal. Ein ständiges Umformen, Neu finden, um es vielleicht im nächsten Schritt sogar wieder zu verwerfen bestimmt den kreativen Arbeitsprozess. So werden immer wieder gestalterische Strategien entdeckt, intuitives und situatives Reagieren erlernt und Konzentration, Aufmerksamkeit, Geduld und Ausdauer gefördert.

Finissage: 15.11.2018, 18.00, Hochschulgalerie, Hasnerplatz 12, 8010 Graz